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Zahnarztpraxis · Implantologie
Dr. Oliver Bauer

Südwall 5
41179 Mönchengladbach
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Öffnungszeiten



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Gesundheitsnews



Haltephase Kieferorthopädie
Haltephase Kieferorthopädie

Die Halte- oder Retentionsphase ist nach einer aktiven kieferorthopädischen Behandlung notwendig, da die Zähne und Kiefer nach der Korrektur der Fehlstellung die Neigung haben, in die alte Position zurückzukehren (Rückfall/Rezidiv). Es gibt zum einen herausnehmbare Haltegeräte wie die durchsichtigen Retentionsschienen und zum anderen die Retentionsplatten. Letztere sind stabiler und können länger getragen werden. Die herausnehmbaren Haltegeräte werden meist zwei Jahre lang nachts getragen. Danach sollten sie langsam und schrittweise weniger getragen werden. (Abgewöhnung/Ausschleichphase) Die Reinigung der Schienen erfolgt außerhalb des Mundes mit einer Zahnbürste und lauwarmem Wasser. (bei heißem Wasser können sich die Schienen verziehen)
Die Reinigung der Platten erfolgt außerhalb des Mundes mit Zahnbürste und Zahnpaste. Dabei besonders auf der Unterseite und an den Drähten gut reinigen, da sich hier schnell Kalkablagerungen absetzen, die nicht mit der Bürste entfernt werden können. Der festsitzende Retainer ist ein Draht, der von innen an den vorderen Zähnen befestigt wird. Dieser Draht hält die Stellung der Frontzähne und manchmal auch die der Eckzähne. Der feste Retainer sollte auch mindestens zwei Jahre im Mund verbleiben. Die meisten Patienten gewöhnen sich relativ schnell daran und lassen ihn sechs bis acht Jahre im Mund. Die häusliche Zahnpflege und die professionelle Zahnreinigung können normal erfolgen. Jährliche Kontrollen beim Hauszahnarzt sind weiterhin notwendig. Die Benutzung der Zahnseide im Frontzahnbereich ist zum Teil möglich. Die Halte- bzw. die Retentionsphase soll das erreichte funktionelle und ästhetische Ergebnis der kieferorthopädischen Therapie aufrechterhalten und stabilisieren, damit es nicht zum Rückfall bzw. Rezidiv kommt.

Zahnärzte stärken Gesundheits­kompetenz vulnerabler Gruppen
KZBV zur BMG-Fachtagung „Gesundheitskompetenz im digitalen Zeitalter“

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat einmal mehr den aktiven Gestaltungsanspruch des zahnärztlichen Berufsstandes bei der Förderung von Gesundheitskompetenz vulnerabler Patientengruppen betont.

„Unser Ziel bleibt, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Lebensumstände einen gleichberechtigten, barrierearmen Zugang zur Versorgung und zu zahnärztlichen Präventionsleistungen haben. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf Pflegebedürftige und Menschen mit einer Beeinträchtigung“, sagte Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV, anlässlich der Fachtagung „Gesundheitskompetenz im digitalen Zeitalter“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

Eßer verwies auf das umfangreiche Informationsangebot in unterschiedlichen Medienformaten, das die KZBV anbietet, um Patientinnen und Patienten bei der Navigation im zahnärztlichen Versorgungssystem zu unterstützen. Zu diesen Angeboten zählen unter anderem Informationsbroschüren für Patienten, Angehörige und Fachkräfte, die teils in mehreren Sprachen veröffentlicht werden. Flankierend vermittelt die KZBV Mundgesundheitskompetenz verstärkt auch online über ein digitales Informations-Portfolio.

„Digitale Kommunikation ist ein ganz zentraler Baustein, wenn es um niederschwellige Information und Wege zur Stärkung der Gesundheitskompetenz geht“, betonte Eßer. „Nach unserer Erfahrung kommt es aber insgesamt auf das ausdifferenzierte Zusammenspiel mit analogen Informationsmedien an – gerade wenn vulnerable und nicht immer online-affine Zielgruppen wie ältere Menschen oder Pflegebedürftige gezielt erreicht werden sollen.“ Sowohl technische Voraussetzungen als auch digitale Kompetenz seien noch nicht in allen Teilen der Gesellschaft im gleichen Maße vorhanden. „Die Vertragszahnärzteschaft behält daher auch in diesem Bereich immer die Bedürfnisse ausnahmslos aller Patientinnen und Patienten konsequent im Blick“.

Vielfältige Informationen über Versorgungsangebote für Pflegebedürftige
Erst vor wenigen Wochen hat die KZBV gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer sowie Pflegeverbänden eine neue Broschüre veröffentlicht, die über die zusätzlichen zahnärztlichen Versorgungsangebote für Menschen mit Pflegebedarf oder einer Beeinträchtigung informiert. Auf dieser Grundlage wird derzeit zusätzlich ein Erklärvideo zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei diesen Patientengruppen vorbereitet.

Zu den weiteren zahnärztlichen Angeboten zur Förderung der Gesundheitskompetenz zählen ein virtueller Rundgang durch eine barrierearme Zahnarztpraxis, eine Themen-Website, die über die Versorgung mit Zahnersatz aufklärt sowie insbesondere die zahnärztliche Patientenberatung. Mit den Beratungsstellen in den Ländern haben Kassenzahnärztliche Vereinigungen und Zahnärztekammern seit vielen Jahren ein anerkanntes, flächendeckendes und kostenloses Informations- und Beratungsangebot zu allen Themen der Mundgesundheit für Patientinnen und Patienten etabliert.

Hintergrund: Strategie Mundgesundheitskompetenz Mit dem Strategiepapier Mundgesundheitskompetenz hat die KZBV im Jahr 2017 ihre entsprechenden vielfältigen Aktivitäten gebündelt, vertieft und neu ausgerichtet. Im Fokus stehen dabei vor allem vulnerable Gruppen, denen eine bedarfsgerechte zahnmedizinische Versorgung ermöglicht werden soll. Das Angebot der KZBV reicht vom zahnärztlichen Präventionskonzept „Frühkindliche Karies vermeiden“ bis zum Versorgungskonzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“.

Ausgründung mit bitterem Beigeschmack
Ein Kaugummi, der vor Infektionen warnt: An dieser Idee haben Wissenschaftler der Universität Würzburg lange geforscht. Mit Erfolg: Ein Start-up arbeitet jetzt daran, das Produkt zur Marktreife zu bringen.

Die Idee ist bestechend: Wer befürchtet, dass sich in seinem Mund- und Rachenraum eine Infektion anbahnt, muss nur kurz einen speziellen Kaugummi kauen, um Gewissheit zu erlangen. Denn wenn dabei ein bitterer Geschmack entsteht, ist klar: Hier vermehren sich gerade unerwünschte Bakterien. Ein Arzt kann dann schnell die passende Behandlung einleiten.

Vor allem für Menschen, die ein Zahnimplantat erhalten haben, ist diese Entwicklung von Vorteil. Wie Statistiken zeigen, bildet sich bei ungefähr sechs bis fünfzehn Prozent von ihnen eine so genannte Peri-Implantitis. Schuld daran sind Bakterien: Sie infizieren das Gewebe rund ums Implantat und sorgen für eine Entzündung, die zunächst das weiche Gewebe und dann den Knochen zerstört. Wenn der Kaugummi diese Komplikation ankündigt, kann der Zahnarzt das Krankheitsgeschehen schon in einem sehr frühen Stadium beeinflussen.

Zehn Jahre sind nicht lang

Das ist aber nur der Anfang: Geht es nach den Entwicklern des Kaugummis, kann das Medizinprodukt in Zukunft auch weitere Krankheiten zu einem frühen Zeitpunkt anzeigen – beispielsweise eine Parodontitis, eine Mandelentzündung, Scharlach, Infuenza oder kurz: sämtliche Krankheiten, bei denen sich Erreger im Speichel nachweisen lassen, wie Professor Lorenz Meinel erklärt. Meinel ist Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU); gemeinsam mit Dr. Jennifer Ritzer und seinem Team hat er das neue Diagnosemittel entwickelt.

2011 habe er mit der Arbeit an dem Kaugummi angefangen, erinnert sich Meinel. Dass es gut zehn Jahre bis zur Ausgründung gedauert hat, sei nicht wirklich lange. „Für die Entwicklung eines Medizinprodukts waren wir eher schnell“, so der Pharmazeut. Rat und Unterstützung fand das Team in dieser Phase beim Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT) der JMU, das sowohl für universitäre Erfindungen und Patente zuständig ist als auch Gründungsprojekte betreut.

Zur schutzrechtlichen Sicherung der Technologie hat das SFT bereits 2012 erste Patente eingereicht, die im Laufe der Forschungsarbeiten mit weiteren Patentanmeldungen ergänzt wurden. So entstand letztendlich ein umfangreiches Patentportfolio, das vom SFT an die Ausgründung exklusiv auslizenziert wurde. „Wir haben Hand in Hand gearbeitet, um die Finanzierung der Ausgründung zu sichern“, sagt Iris Zwirner-Baier vom SFT.

Kooperation mit Uni und Uniklinik

Dass der Kaugummi tatsächlich in absehbarer Zeit in Apotheken erhältlich sein wird: Darum kümmert sich ab sofort Dr. Heinrich Jehle als geschäftsführender Gesellschafter des Biotech-Start-ups 3a-diagnostics GmbH. In der Nähe von Stuttgart will er mit seinen Mitarbeitern Dr. Peter Winklehner und Bianca Böpple mit finanzieller Unterstützung der Landesbank Baden-Württemberg sowie eines strategischen Investors das Produkt zur Marktreife bringen. Zwölf bis 15 Monate wird es seiner Einschätzung nach bis dahin dauern.

Lorenz Meinel will ihm dabei als Kooperationspartner zur Seite stehen. Seine Expertise als Forscher ist vor allem dann gefragt, wenn es darum geht, den Kaugummi für andere Krankheitserreger „scharf“ zu machen. Weitere Kooperationspartner in Würzburg sind die Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Würzburg sowie die Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie. Dort werden vermutlich noch in diesem Jahr die ersten Studien am Patienten laufen, erklärt Kieferchirurg Dr. Dr. Christian Linz.

Ohne Bakterien kein bitterer Geschmack

Tatsächlich hat der Kaugummi-Sensor seine Wirksamkeit bisher nur im Reagenzglas am Speichel von Patienten bewiesen; die Erprobung im Mund steht noch aus. Ein Scheitern in diesem Stadium hält Heinrich Jehle für unwahrscheinlich. „Ich bin zuversichtlich, dass es klappt. Wenn ich es nicht wäre, hätte ich das Projekt nicht angefangen“, sagt er.

Das Prinzip dieses Produkts ist leicht erklärt: Der Kaugummi dient als Trägersubstanz, in den ein löslicher Film mit einer spezifischen Peptidkette aus Aminosäuren sowie ein Bitterstoff eingearbeitet sind. Die Peptidkette ummantelt diesen Bitterstoff und verhindert so, dass die Zunge ihn von Anfang an schmecken kann. Erst wenn krankheitsspezifische Enzyme einer bakteriellen Entzündung im Speichel vorhanden sind, trennen diese die Peptidkette vom Bitterstoff ab. Von diesem Moment an wird jeder, der den Kaugummi kaut, einen deutlich bitteren Geschmack wahrnehmen. Sind keine Bakterien vorhanden, bleibt der Geschmack neutral.

Neuland für die Zulassungsbehörde

Dieser einfach zu absolvierende Test erleichtert Diagnose und Therapie deutlich. Beim Verdacht auf eine bakterielle Infektion müsste kein Abstrich von der Arzthelferin genommen werden, sondern der Patient könnte zunächst einen für sein Krankheitsbild passenden Kaugummi kauen. Das Nachweisverfahren ist einfach, überall anzuwenden und schnell: Bereits nach zwei Minuten liegt ein Ergebnis vor, das dem Arzt Entscheidungshilfe für die weitere Behandlung bietet. „Das Produkt dient vor allem als Ergänzung zu den bestehenden Tests, als Vorscreening oder niederschwellige Überwachung“, erklärt Heinrich Jehle.

Bis es den Kaugummi tatsächlich rezeptfrei in Apotheken gibt, müssen Jehle und sein Team allerdings noch ein paar Hürden überwinden. Eine davon ist die Zulassung durch die Behörden. Da der Kaugummi als Testsystem innerhalb des menschlichen Körpers zum Einsatz kommen soll, wird er von den Zulassungsbehörden voraussichtlich als Medizinprodukt klassifiziert, vermutet Jehle. Und damit betritt das Start-up Neuland: „Wir sind meines Wissens weltweit die Ersten, die für solch ein Produkt eine Zulassung beantragen. Das ist also auch Neuland für die Medizinprodukteverordnung.“ Aber auch was diesen Punkt angeht, ist Jehle zuversichtlich. Mit unangenehmen Überraschungen rechnet er jedenfalls nicht.

Bildunterschrift: Vom Ideengeber bis zum Geschäftsführer – das Team hinter dem diagnostischen Kaugummi (v.l.): Lorenz Meinel, Christian Linz, Heinrich Jehle, Peter Winklehner, Bianca Böpple und Iris Zwirner-Baier.