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Zahnarztpraxis · Implantologie
Dr. Oliver Bauer

Südwall 5
41179 Mönchengladbach
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Öffnungszeiten



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Gesundheitsnews



Zahnarzt-Besuche nicht länger aufschieben - denn Schutz vor Corona ist sichergestellt
Zur zahnmedizinischen Versorgung während der Corona-Pandemie wenden sich die Vorsitzende des Deutschen Zahnärzte Verbandes (DZV), Dr. Angelika Brandl-Riedel, und der Vorsitzende des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Dr. Ralf Kantak, in einer gemeinsamen Erklärung an die Patientinnen und Patienten.

"Das deutsche Gesundheitssystem hat sich sehr gut auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie eingestellt. Das gilt nicht nur für die Intensivbetreuung von Schwerkranken, sondern auch für den alltäglichen Praxisbetrieb der Zahnärztinnen und Zahnärzte. Die zahnärztlichen Praxen sind durch ihre hohen Hygienestandards und durch die Umsetzung der "Corona-bedingt" erforderlichen Planungs- und Distanzmaßnahmen sehr gut vorbereitet, um ihre Patienten sicher und umfassend zu betreuen.

Die Bürgerinnen und Bürger sollten daher jetzt nicht länger aus unbegründeter Sorge vor Ansteckungen ihre Zahnarztbesuche aufschieben oder absagen. Gerade für die Zahngesundheit ist die regelmäßige Vorsorge und frühzeitige Behandlung von Erkrankungen besonders wichtig, um spätere schwerwiegende Schäden zu verhindern. Patienten mit akuten Beschwerden sollten die zahnärztliche Untersuchung keinesfalls hinauszögern, sonst erhöhen sie ihre gesundheitlichen Risiken. Es ist zu beachten, dass die Mundgesundheit Wechselwirkungen mit Allgemeinerkrankungen hat. So kann eine unentdeckte Parodontitis belastende Auswirkungen auf andere Bereiche des Körpers, wie Herzklappen oder Gelenke haben. Wir empfehlen den Patienten, jeweils Kontakt mit ihrem Zahnarzt aufzunehmen.

Die Private Krankenversicherung erstattet in der Corona-Pandemie für jeden Zahnarztkontakt eine Extravergütung für den besonderen Hygieneaufwand und unterstützt damit die Zahnarztpraxen in ihren Bemühungen, bestmöglichen Schutz für ihre Patienten sicherstellen zu können."

Ab Oktober: Vereinfachte Verordnung von Heilmitteln durch Zahnärzte
Weniger Bürokratie für Praxen, näher an der Versorgung der Patienten

Die Verordnung von Heilmitteln durch Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte wird ab 1. Oktober deutlich vereinfacht, teilte die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) am 21. Juli mit. Entsprechende Änderungen der zahnärztlichen Heilmittel-Richtlinie hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) zuvor unter maßgeblicher Mitwirkung der KZBV beschlossen. Im Mittelpunkt entsprechender Beratungen des G-BA standen die Umsetzung geänderter gesetzlicher Vorgaben, mit denen die Verordnungssystematik für Heilmittel im zahnärztlichen und ärztlichen Bereich neu geregelt wurde. Nachdem das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den G-BA-Beschluss vom 14. Mai dieses Jahres am 16. Juli nicht beanstandet hat, können die Änderungen der zahnärztlichen Heilmittel-Richtlinie wie geplant zum 1. Oktober 2020 in Kraft treten. Der Beschluss des G-BA kann hier abgerufen werden.

Als stimmberechtige Trägerorganisation hatte die KZBV in den Verhandlungen im G-BA zuvor erreicht, dass die Besonderheiten der Heilmittelverordnung in der zahnärztlichen Versorgung gewahrt werden und das Verordnungsgeschehen für Zahnärztinnen, Zahnärzte und Patienten zugleich bürokratieärmer und versorgungsnäher ausgestaltet wird. So wird die bisherige Regelfallsystematik künftig durch eine „orientierende Behandlungsmenge“ abgelöst. Diese gibt Zahnärzten die Möglichkeit, die Verordnung von Heilmitteln noch fokussierter auf die Bedarfe des jeweiligen Einzelfalls abzustellen. Das bisher notwendige Genehmigungsverfahren bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls entfällt. Die KZBV hatte im G-BA auch dafür gesorgt, dass Heilmittel in zahnmedizinisch notwendigen Fällen ab Oktober auch als sogenannte Doppelbehandlung erbracht werden können. Der Beginn der Heilmittelbehandlung wird zudem von 14 auf 28 Tage verlängert.

Dr. Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Mit diesen Neuregelungen führen wir das Erfolgsmodell der eigenständigen zahnärztlichen Heilmittel-Richtlinie weiter. Heilmittel können in den Praxen jetzt noch passgenauer und zugleich bürokratieärmer verordnet werden. Das ist eine gute Nachricht für Zahnarztpraxen und ein wichtiger Baustein für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten.“

Martin Hendges, stellv. Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Uns war es ein wichtiges Anliegen, die zahnmedizinischen Besonderheiten im Versorgungsgeschehen zu berücksichtigen. Wir freuen uns sehr, dass der Wert einer eigenständigen vertragszahnärztlichen Versorgung vom G-BA anerkannt wird und angemessen Niederschlag in seinen Richtlinienbeschlüssen findet.“

Hintergrund: Die zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie
Die zahnärztliche Heilmittel-Richtlinie ist seit Juli 2017 in Kraft. Mit dieser verbindlichen Rechtsgrundlage, die von der KZBV im G-BA durchgesetzt worden war, können Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte Heilmittel im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnen. Der Heilmittel-Katalog ist fachlich ganz auf die spezifischen Erfordernisse der zahnärztlichen Versorgung zugeschnitten.

Zahnarztpraxis: Infektionsschutz auf höchstem Niveau
Rund 65.000,- € pro Praxis und Jahr

Zu einem auf den ersten Blick unglaublichen Ergebnis kommt die jüngste aufwendige Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ). Nach den Berechnungen des wissenschaftlichen Forschungsinstitutes sind seit 1996 die jährlichen Gesamthygienekosten einer zahnärztlichen Einzelpraxis von rund 28.000 Euro auf durchschnittlich 65.000 Euro im Jahr 2016 gestiegen. Prof. Dr. A. Rainer Jordan, Wissenschaftlicher Direktor des IDZ erläutert: „Wir haben am IDZ Vorgängerstudien gemacht, vor zehn Jahren sind zwei Drittel der Hygienekosten auf Materialien und Geräte gefallen und ein Drittel auf Personalkosten. Dieses Verhältnis hat sich in den letzten drei Studien total umgekehrt. Der Anstieg der Personalkosten ist ein kontinuierlicher Trend seit 1998“. Durchschnittlich waren die Praxismitarbeiterinnen am Tag eine volle Stunde (Median) vor allem mit dem Beladen und Entladen des Reinigungs- und Desinfektionsgeräts sowie mit der anschließenden Prüfung und Nachbereitung der so aufbereiteten Instrumente beschäftigt. Mit der Vor- und Nachbereitung der einzelnen Behandlungen verbrachten die Zahnmedizinischen Fachangestellten im Durchschnitt gute anderthalb Stunden (Median) täglich, stellt die Studie weiter fest. Der Präsident der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN), Henner Bunke D.M.D./Univ. of Florida, unterstreicht diese Feststellungen: „In einer Zahnarztpraxis ist man auch zu Pandemiezeiten mindestens so sicher vor Infektionen wie bei einer ambulanten ärztlichen Operation bei vergleichbar hohen Kosten“. Dieser Aufwand sei ein weiterer Beleg dafür, dass eine Infektionsgefährdung gerade in Zahnarztpraxen – und insbesondere auch in Corona-Zeiten – nahezu ausgeschlossen ist. Die Tatsache, dass der Aufwand für Hygiene und die damit verbundenen Kosten gerade in Pandemiezeiten extrem hoch sind, nimmt der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Vereinigung, Dr. Thomas Nels, zum Anlass, einen Hygienezuschlag durch den Bewertungsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zu initiieren. Denn im Gegensatz zu Ärzten und Psychotherapeuten sind Zahnärzte vom Zugang zu den Mitteln des finanziellen Rettungsschirmes aus unverständlichen Gründen bewusst ausgeschlossen worden.